Wenn es knistert, wird’s gut: Wie Konflikte deine Kurzgeschichte lebendig machen
Wie bringst du Spannung auf wenigen Seiten unter? Und warum sind Konflikte so entscheidend, damit deine Geschichte funktioniert? In diesem Blogbeitrag gehen wir diesen Fragen auf den Grund. Und liefern dir praxisnahe Tipps, wie du das Herzstück jeder guten Story entwickelst: Spannung durch Konflikt.
„Konflikt ist das, was deine Figuren antreibt, und damit deine Geschichte lebendig macht.“
Ob innerlich, zwischen Figuren oder gegen äußere Umstände: Konflikte sind der Motor deiner Geschichte. Und Spannung entsteht genau da, wo Reibung, Druck oder Unsicherheit herrscht.
🎭 Warum Konflikte unverzichtbar sind
Spannung entsteht nicht durch „große“ Actionszenen, sondern durch emotionalen Druck, moralische Dilemmata oder ungelöste Fragen. Du brauchst keine explodierenden Autos, sondern Figuren, die kämpfen, zweifeln, wollen.
Drei Arten von Konflikten, die du nutzen kannst:
🟡 1. Innerer Konflikt
Was beschäftigt deine Figur im Innersten? Wovor hat sie Angst, was verdrängt sie, was will sie unbedingt erreichen – aber traut sich nicht?
„Wir sehen die äußere Schale der Figur, aber der spannende Teil spielt sich im Inneren ab.“
🟡 2. Zwischenmenschlicher Konflikt
Ob Streit, Machtspiel, Missverständnis oder Liebesdrama, überall wo Menschen aufeinandertreffen, knistert es.
🟡 3. Äußerer Konflikt
Naturgewalten, gesellschaftliche Hürden oder echte Bedrohung, auch das lässt deine Figur handeln (müssen).
Spannend wird es, wenn du diese Konflikte kombinierst: Der Bergsteiger, der in einer Lawine festsitzt (äußerer Konflikt), will sich seinem Vater beweisen (innerer Konflikt) und muss sich gleichzeitig mit seinem Seilpartner streiten (zwischenmenschlich). Boom!
🔥 Wie du Spannung in Kurzgeschichten erzeugst
Kurzgeschichten haben wenig Raum, deshalb muss jede Szene wirken. Hier sind fünf Techniken, mit denen du Spannung auch auf engem Raum erzeugst:
1. Andeutungen & Geheimnisse
Gib dem Leser nur Brotkrumen: Warum trägt die Figur immer einen zerknitterten Brief bei sich? Lass ihn rätseln.
2. Unzuverlässige Figuren
Wenn Leser nicht wissen, ob sie einer Figur trauen können, entsteht Unsicherheit und Spannung.
3. Emotionale Dilemmata
Die Frau, die ihrem Bruder helfen will, obwohl sie weiß, dass er sie ausnutzt. Wird sie standhaft bleiben?
4. Spannungsbogen steigern
Beginne leise, dann erhöhe den Druck. Die Schritte auf der Treppe, der tickende Timer, der steigende Konflikt. Tempo erzeugt Spannung.
5. Offene Enden und Twists
Gerade in Kurzgeschichten darfst du Leser:innen am Ende irritieren, überraschen oder mit Interpretationsspielraum entlassen. Kein Mus,– aber ein Stilmittel.
„Kurzgeschichten leben davon, dass nicht alles auserzählt ist. Lass Raum für eigene Gedanken.“
✍️ Zwei konkrete Beispiele
📌 Beispiel 1: Der Junge und das Geld
Ein kleiner Junge stiehlt Geld aus der Handtasche,plötzlich hört er Schritte. Du hast eine Szene mit zeitkritischem Druck, moralischem Dilemma und Nervenkitzel.
📌 Beispiel 2: Der mysteriöse Brief
Eine Frau erhält einen Brief aus der Vergangenheit. Ein Geheimnis ihrer Familie wird angedeutet, aber nicht aufgelöst. Spannung durch Atmosphäre, Neugier, Innenwelt.
Ohne Konflikt keine Geschichte
Spannung entsteht nicht durch lautes Getöse, sondern durch gut gesetzte Konflikte. Beobachte, höre hin, notiere Alltagssituationen – die besten Geschichten liegen oft in der Bäckerschlange.
„Du brauchst keine Explosion, du brauchst Reibung, Ungewissheit und Sehnsucht.“
Kurzgeschichten sind ideal, um mit Spannung zu experimentieren. Probier verschiedene Techniken aus und hab keine Angst vor offenen Enden.
„Konflikt ist der Herzschlag deiner Geschichte, ohne ihn bleibt sie blass.“
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