Schreiben lernen durch Lesen, Schreibfeedback, Schreibcommunity, Buchclub Erfahrungen

Was passiert, wenn ambitionierte Autor:innen nicht nur lesen, sondern gemeinsam lesen, diskutieren und analysieren? Dann entsteht mehr als nur ein Austausch über Bücher: Es entsteht ein lernender Schreibraum, der die eigene Schreibleistung sichtbar verändert. Genau darum geht es im Bookerfly Buchclub, ins Leben gerufen von Story-Grid-Lektorin Eva Maria Nielsen. Eine aktive Teilnehmerin, Aydan Aykacs teilt in diesem Blogbeitrag ihre persönlichen Erfahrungen und Aha‑Momente.

„Schreiben ist Weiterschreiben. Aber besser Schreiben kommt durch Reflexion, Austausch und ehrliches Feedback.“

In diesem Beitrag erfährst du, warum Buchclubs für Autor:innen mehr sind als spannende Literaturabende und wie sie dir helfen können, deinen eigenen Schreibstil zu schärfen, Schwächen zu erkennen und deine Geschichten bewusster zu gestalten.


📖 Warum Lesen allein nicht genug ist

Viele von uns kennen das: Wir lesen gerne, oft und begeistert. Aber allein durch Lesen wird Schreiben nicht automatisch besser. Erst durch bewusstes Analysieren, Reflektieren und Vergleichen entstehen Erkenntnisse, die wir direkt auf unsere eigenen Texte anwenden können.

„Nach dem Beitritt im Buchclub habe ich Bücher anders gelesen – mit Fokus auf Struktur, Tempo, Figurenentwicklung und Sprache. Das war ein echter Perspektivwechsel.“


🧠 Aha‑Momente, die dein Schreiben verändern

Im Austausch mit anderen Autor:innen und im Gespräch über verschiedenste Texte hat Aydan gleich mehrere Schlüsselerlebnisse gehabt, die sie als Autorin weitergebracht haben:

🟡 1. Figurenperspektiven klarer erkennen

In Diskussionen zu Romanfiguren wurde ihr bewusst, dass manche Charaktere in ihrem Manuskript weniger glaubwürdig oder flach wirkten, als sie es selbst eingeschätzt hatte. Diese Fremdwahrnehmung war ein entscheidender Impuls.

„Mir wurde klar, dass ich manche Figur nicht tief genug gedacht hatte – ich sah jetzt klarer, wo Motivation und Handlung nicht zusammenspielten.“


🟡 2. Struktur und Tempo der Handlung verbessern

Ein zweiter Aha‑Moment betraf die Dramaturgie und das Tempo. Im Austausch stellte sich heraus, dass manche Wendepunkte zu früh oder zu spät lagen und in einigen Szenen schlicht zu wenig geschah.

Tipp für dich:
Analysiere, wo Tempo und Spannung sinken. Manchmal müssen Szenen gestrichen oder umgebaut werden.


🟡 3. Stilklare Sprache entwickeln

Wie klingt dein Text wirklich? Was sollte klarer, was präziser werden? Durch Feedback lernte Aydan, große und kleine Unschärfen in ihrem Stil zu erkennen und bewusst zu verbessern.


🟡 4. Schreibblockaden entmystifizieren

Ein besonders tröstlicher Effekt des Buchclubs: Das Gefühl, mit Schreibblockaden nicht allein zu sein. Viele Autor:innen kämpfen damit, auch jene, deren Bücher wir bewundern.

„Schreibblockaden sind die normalste Sache der Welt, auch große Autor:innen haben sie.“


🌍 Genre‑Horizont erweitern

Ein weiterer Vorteil des Buchclubs: der Blick über den eigenen Genre‑Tellerrand. Durch das Lesen von Liebesromanen, Thrillern, Kinderbüchern oder historischer Belletristik lernte Aydan:

  • Unterschiede in Sprachmelodie und Tempo
  • spezifische Erwartungen der Leser:innen einzelner Genres
  • wie bestimmte Stilmittel zielgerichtet eingesetzt werden

„Ich habe gemerkt, dass ein Thriller andere technische Anforderungen hat als ein historischer Roman, und genau das erweitert mein Repertoire.“


🍞 Lieblingsbuch im Buchclub: Inspiration pur

Ein besonderes Highlight für Eidan war „Der Geschichtenbäcker“ von Carsten Henn – ein Buch, das Kreativität, Handwerk und Menschlichkeit auf wunderbare Weise verknüpft.

„Die Idee, Geschichten literarisch mit dem Bäckerhandwerk zu verweben, hat mich dazu inspiriert, meine eigene Kreativität in alltäglichen Situationen stärker bewusst zu machen.“

Solche Bücher machen nicht nur Freude, sie liefern Schreibimpulse, die du in deinen eigenen Projekten spürbar umsetzen kannst.


🤝 Warum ein Buchclub für Autor:innen lohnt

Auf die Frage, ob sie den Buchclub weiterempfehlen würde, sagt Aydan ein klares Ja und bringt gleich mehrere Gründe mit:

Feedback und Kritik:
Gezielte Rückmeldung hilft, persönliche Stärken und Schwächen zu erkennen.

Inspiration:
Durch neue Ideen und Perspektiven entsteht frischer Schreibwind.

Networking:
Du lernst andere Autor:innen kennen – Menschen, die denselben Weg gehen.

Disziplin:
Regelmäßige Treffen halten dich im Schreibrhythmus.

Unterstützung:
Gemeinsam macht der Weg zum fertigen Buch mehr Freude.

„Ich habe im Bookerfly Club Gleichgesinnte gefunden, die mich ermutigt und unterstützt haben.“


Buchclub = Schreiben lernen durch Gemeinschaft

Ein Buchclub für Autor:innen ist kein reiner Lesekreis. Er ist ein praktischer Lernraum, in dem du:

  • dein Schreibverständnis vertiefst,
  • Stil und Struktur reflektierst,
  • neue Techniken entdeckst,
  • in deinem Schreibprozess begleitet wirst.

Wenn du bereit bist, lesen, analysieren und schreiben bewusst zu verbinden, dann kann ein Buchclub für Autor:innen ein echter Gamechanger sein.

„Man lernt nicht erst dann besser zu schreiben, wenn man allein schreibt, sondern wenn man gemeinsam reflektiert, versteht und umsetzt.“


Willst du tiefer einsteigen?  Dann melde dich zum nächsten Bookerfly Buchclub an.

Und wenn du mit KI gezielter und kreativer schreiben möchtest, dann schau dir die KI‑Schreibschule von Janet Zentel und Juri Pavlovic an: https://go.bookerfly.de/buch-schreiben-mit-ki-club/