Vom Radio zum Bücherpodcast: Wie Martina Steidel Autor:innen sichtbar macht
Viele Autorinnen und Autoren träumen davon, einmal im Radio zu sprechen oder in einem Podcast über ihr Buch interviewt zu werden. Und gleichzeitig taucht sofort Unsicherheit auf.
- Was sage ich dort überhaupt?
- Wie wird man eingeladen?
- Brauche ich schon ein erfolgreiches Buch?
- Und wie schaffe ich es, dabei nicht komplett nervös zu wirken?
Genau darüber hat Jennifer B. Wind im Umsetzungskongress 25 mit Martina Steidel gesprochen – Radiomoderatorin und Host des Büchermenschen Podcasts.
Das Spannende daran: Martina kennt beide Welten. Den klassischen Journalismus und die moderne Podcastlandschaft.
Und gerade für Autorinnen und Autoren stecken darin unglaublich wertvolle Erkenntnisse.
Warum Podcasts für Autor:innen heute so wichtig sind
Früher lief Buchmarketing oft nur über Zeitungen oder klassische Pressearbeit.
Heute entdecken viele Leser Bücher über:
- Podcasts
- TikTok
- YouTube
- persönliche Empfehlungen
Gerade Podcasts haben dabei einen riesigen Vorteil: Menschen hören Stimmen. Sie erleben die Persönlichkeit hinter dem Buch. Und genau das schafft Vertrauen.
Ein gutes Podcastinterview verkauft oft nicht direkt ein Buch. Aber es erzeugt etwas viel Wichtigeres: Verbindung.
„Menschen kaufen oft nicht nur Bücher. Sie kaufen auch die Persönlichkeit dahinter.“
Warum Authentizität wichtiger ist als Perfektion
Ein besonders schöner Punkt aus dem Interview: Martina betont mehrfach, wie wichtig Authentizität ist. Viele glauben, sie müssten in Interviews besonders professionell oder geschniegelt wirken. Aber genau das funktioniert oft schlechter. Menschen mögen echte Stimmen. Echte Geschichten. Echte Begeisterung.
Das bedeutet:
- Du musst nicht perfekt sprechen
- Du musst nicht geschniegelt formulieren
- Du musst nicht geschniegelt klingen wie ein Nachrichtensprecher
Wichtig ist: Du musst echt sein.
Gerade Podcasts leben davon, dass Gespräche natürlich wirken.
Wie du überhaupt in Podcasts eingeladen wirst
Eine der spannendsten Fragen im Interview war: Wie wird man eigentlich als Gast ausgewählt?
Die Antwort ist erstaunlich einfach.
1. Sichtbarkeit
Wer sichtbar ist, wird eher eingeladen.
Das bedeutet:
- Social Media nutzen
- Lesungen besuchen
- Kontakte knüpfen
- mit anderen Autoren vernetzen
2. Persönlichkeit
Podcasts suchen nicht nur Bücher. Sie suchen Menschen mit Geschichten. Was macht dich interessant?
- Dein Schreibweg
- dein Genre
- deine Erfahrungen
- deine Perspektive
3. Passung
Nicht jeder Podcast passt zu jedem Buch. Martina beschreibt, dass sie ihre Gäste oft auswählt, weil:
- sie die Bücher mag
- die Chemie stimmt
- spannende Gespräche entstehen könnten
Das ist wichtig zu verstehen: Es geht nicht nur um Reichweite. Sondern um Verbindung.
Warum viele Autor:innen Interviews unterschätzen
Ein Interview ist kein Verkaufsgespräch. Das ist ein riesiger Denkfehler. Die besten Interviews entstehen dann, wenn Autoren:
- Geschichten erzählen
- ehrlich sprechen
- Emotionen zeigen
- Leidenschaft transportieren
Niemand erinnert sich an perfekte Werbesätze. Aber Menschen erinnern sich an Begeisterung.
So bereitest du dich auf Interviews vor
Martina gibt im Podcast mehrere praktische Tipps für Interviews. Hier die wichtigsten Punkte: Hör den Podcast vorher an. Das wird oft vergessen.
- Wie spricht der Host?
- Welche Stimmung hat das Format?
- Welche Themen kommen häufig vor?
Das hilft enorm gegen Nervosität.
Überlege dir deine Botschaft
Frag dich vorher: Was sollen Menschen nach dem Interview über dich denken?
Zum Beispiel:
- „Diese Person schreibt spannende Fantasy.“
- „Die Autorin wirkt sympathisch.“
- „Das Buch klingt emotional.“
Du brauchst keinen auswendig gelernten Text. Aber eine klare Richtung hilft.
Kenne dein Publikum
Ein Literaturpodcast funktioniert anders als ein Kulturradio.
Überlege:
- Wer hört zu?
- Welche Sprache passt?
- Welche Themen interessieren die Zuhörer?
Versuch nicht perfekt zu sein
Das ist wahrscheinlich der wichtigste Punkt. Viele reden im Interview plötzlich völlig anders als sonst. Das wirkt oft verkrampft.
Martina empfiehlt stattdessen: Sprich natürlich. So wie du wirklich bist.
Warum persönliche Gespräche oft besser funktionieren
Ein spannender Aspekt: Martina führt viele Interviews persönlich vor Ort. Warum?
Weil echte Gespräche lebendiger sind. Mimik. Stimmung. Energie. Zwischenmenschlichkeit. All das hört man tatsächlich.
Und genau das macht gute Interviews später auch für Zuhörer interessanter.
Was einen guten Podcast wirklich ausmacht
Das Interview zeigt auch etwas Wichtiges für alle, die selbst einen Podcast starten wollen.
Ein guter Podcast braucht:
- Leidenschaft
- klare Themen
- gute Audioqualität
- Persönlichkeit
- einen Wiedererkennungswert
Und vor allem: Geduld.
Die wenigsten Podcasts wachsen über Nacht.
Gute Interviews entstehen aus echter Begeisterung
Autoreninterviews funktionieren nicht deshalb gut, weil jemand perfekt vorbereitet ist. Sondern weil echte Begeisterung spürbar wird.
- Wenn du über Bücher sprichst, die du liebst.
- Über Figuren, die dich bewegen.
- Über Geschichten, die dir wichtig sind.
Dann hören Menschen zu. Und genau dadurch entsteht Sichtbarkeit.
„Menschen erinnern sich selten an perfekte Antworten. Aber sie erinnern sich daran, wie du sie fühlen lässt.“
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