Endlich richtig schreiben: So findest du deinen eigenen Schreibstil
Wenn du gerade darüber nachdenkst, ein Buch zu schreiben, hast du dir diese Frage ziemlich sicher schon gestellt:
„Wie schreibe ich eigentlich richtig?“ Und ganz ehrlich: Diese Frage ist gleichzeitig berechtigt – und gefährlich.
Denn viele bleiben genau hier hängen. Sie wollen erst „perfekt schreiben“, bevor sie überhaupt anfangen.
Wir sagen es dir direkt: Du lernst richtig schreiben nicht durch Nachdenken, sondern durchs Schreiben.
Oder anders gesagt: Du kannst kein Buch planen, wenn du nie angefangen hast zu schreiben.
In diesem Blogbeitrag zeigen wir dir, worauf es wirklich ankommt – ohne komplizierte Regeln, sondern so, dass du direkt loslegen kannst.
Was bedeutet „richtig schreiben“ überhaupt?
Viele Schreib-Anfänger:innen denken, es geht um perfekte Grammatik, stilistische Meisterwerke oder komplizierte Formulierungen.
Aber hier ist die Wahrheit: Richtig schreiben bedeutet nicht perfekt schreiben.
Richtig schreiben heißt:
- verständlich schreiben
- klar schreiben
- den Leser mitnehmen
Ein Text ist dann gut, wenn er gelesen wird – nicht, wenn er perfekt klingt.
„Ein guter Text ist nicht der schönste, sondern der, der ankommt.“
Wenn du also wartest, bis du „gut genug“ bist, wirst du nie anfangen.
Die 3 größten Fehler beim Schreiben (und wie du sie vermeidest)
1. Du willst perfekt starten
Viele schreiben den ersten Satz zehnmal um. Sie löschen, korrigieren, zweifeln. Das Problem: Du kommst nie in den Schreibfluss.
👉 Lösung: Schreibe deinen ersten Entwurf schnell und ohne Bewertung.
Regel: Erst schreiben, dann verbessern.
2. Du denkst zu kompliziert
Viele glauben, ein Buch müsse „intelligent“ klingen.
Das Ergebnis:
- lange Sätze
- unnötig komplizierte Wörter
- wenig Klarheit
👉 Lösung: Schreibe so, wie du sprichst.
Wenn du einen Satz laut liest und stolperst,– streich ihn oder vereinfache ihn.
„Wenn dein Leser nachdenken muss, hast du zu kompliziert geschrieben.“
3. Du vergleichst dich mit Profis
Du liest erfolgreiche Bücher und denkst: So gut werde ich nie schreiben.
Was du vergisst: Diese Texte wurden überarbeitet. Oft mehrfach.
👉 Lösung: Vergleiche deinen ersten Entwurf nicht mit fertigen Büchern.
Dein Fokus sollte sein:
- besser als gestern
- klarer als vorher
So entwickelst du deinen eigenen Schreibstil
Viele suchen nach dem „perfekten Stil“. Aber dein Stil entsteht nicht durch Theorie, sondern durch Praxis.
1. Schreibe regelmäßig
Setz dir ein klares Ziel:
- 500 Wörter pro Tag
- oder 30 Minuten schreiben
Konsistenz ist wichtiger als Perfektion.
2. Schreibe für eine Person
Stell dir beim Schreiben eine konkrete Person vor.
Das macht deinen Text:
- persönlicher
- verständlicher
- lebendiger
3. Nutze einfache Sprache
Kurze Sätze. Klare Aussagen. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke.
„Einfach schreiben ist schwer, aber genau das macht dich lesbar.“
Praktische Tipps, die du sofort umsetzen kannst
Hier sind ein paar Dinge, die du direkt anwenden kannst:
- Schreibe deinen ersten Entwurf ohne Pause
- Lies deinen Text laut vor
- Streiche unnötige Wörter
- Nutze aktive statt passive Sätze
- Beginne einfach – nicht perfekt
Ein einfacher Trick: Wenn du nicht weißt, wie du anfangen sollst, schreibe genau das: Ich weiß gerade nicht, wie ich anfangen soll…
Und plötzlich bist du im Flow.
Du wirst durchs Schreiben besser
Die Frage „Wie schreibe ich richtig?“ ist eigentlich die falsche Frage.
Die bessere Frage ist: „Wie fange ich an?“ Denn alles andere kommt mit der Zeit.
„Schreiben ist kein Talent, es ist eine Entscheidung, die du jeden Tag triffst.“
Wenn du heute anfängst, bist du morgen schon besser als die meisten, die nur darüber nachdenken.
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